Österreich würzig-trockene Weißweine, die übrigens ideale Speisebegleiter sind, die trendigen Roten und die sündhaft guten Süßweine sind zwar in den führenden Restaurants der Welt zu haben, den besten Einblick in die dynamische Weinszene Österreichs erhält man aber in der kosmopolitischen Hauptstadt.
Keine Angst, ich werde Sie nicht mit langweiligen 5-Gang-Degustationsmenüs in teuren Wiener Gourmettempeln langweilen oder romantisch-gemütlichen Besuchen beim Heurigen in den Weingärten am Rande der Stadt; das können Sie in jedem Touristenguide nachlesen. Ich möchte Sie einladen, mich in die hippe Wiener Szene zu begleiten, wo man seit kurzem einer neuen Lieblingsbeschäftigung nachgeht: österreichischen Wein aus langstieligen Riedelgläser zu trinken und zwar vorzugsweise in den Weinbars im Stadtzentrum, die wie Pilze aus dem Boden schießen.
Bereits in der U4-Station Kettenbrückengasse, wo man aussteigt, um den Naschmarkt zu besuchen, umweht einem der Duft von exotischem Essen. Lärm und Geschäftigkeit von Wiens bekanntesten historischem Freiluftmarkt sind von weitem zu vernehmen. Jeder Besucher kennt Wiener Walzer und die Oper, die Kaffeehäuser der Stadt, die Schlösser, den Prater, aber der Naschmarkt ist der Multikulti-Alltag der Hauptstadt. Dieser jahrhundertealte Markt wurde über einem Donauarm errichtet und vereinigt typisches wienerisches Handelstreiben mit der Atmosphäre eines orientalischen Bazars. Über der kulinarischen Vielfalt wird hier gehandelt und geschachert, was das Herz begehrt: von der Bratwurst bis zu Calamari, von Sushi bis zum Kebab.

Roman, Vinzenz, Julia (die Autorin) und Bogdan genießen die Auswahl von mehr als 100 verschiedenen Weinen in der Wein & Co Bar.

Das Personal in der Wiener Gastronomie hat ein Gespür für den Wein.