Neu angelegter Weingarten in Abendstimmung
Junger Sproß einer Rebe
Wein und Essen in perfekter Harmonie

Liebe zum Stein: Intro

Der eine ist würzig und exotisch, der andere fruchtbetont und geradlinig – und beide schmecken einfach köstlich

Grüner Veltliner und Riesling sind ohne Zweifel die österreichischen Weißweinsorten. Die klare und präzise Frucht, der mächtige und kompakte Körper und das lang anhaltende mineralische Finish eines österreichischen Riesling wird nie mit einem Riesling aus Deutschland, Elsass oder sonst woher verwechselt werden. Obwohl andere klassische Regionen jetzt versuchen, den trendigen trockenen österreichischen Rieslingstil zu imitieren, bleibt das Terroir einfach unnachahmlich. Und während Riesling immer als Rebsorte für Weinintellektuelle betrachtet wird, rückt Österreichs beliebteste Sorte, Grüner Veltliner immer mehr ins Rampenlicht der internationalen Weinpresse und wird von Weinfreunden in aller Welt immer mehr geschätzt.

Bis vor etwa fünf Jahren war die heimische Rebsorte, die auf 35 Prozent aller österreichischen Rebflächen steht, außerhalb des Landes so gut wie unbekannt. Die breite Palette an Stilen, die Grüner Veltliner haben kann, machen ihn flexibel genug, um zu jeglicher Art von Essen zu passen: vom Wiener Schnitzel bis zu einer exotischen Kreation der pazifischen Küche oder einem scharfen vegetarischen Gericht. GV (wie die Rebsorte auch genannt wird) schmeckt heute Connaisseuren in der ganzen Welt.

Niederösterreich ist - mit Ausnahme von einigen wenigen kleinen „Inseln“ - ein Weißweinland. Mehr als die Hälfte des österreichischen Weins kommt aus den acht Gebieten dieses Bundeslandes. Untertags heizt die Sonne die Hänge auf, deren Boden aus wärmespeicherndem kristallinem und metamorphem Untergrund wie verwitterte Urgesteinsböden, Löss, Schiefer und Gneiss besteht. Aus der Pannonischen Tiefebene im Osten, einer Steppenlandschaft in Ungarn, kommt warme Luft in die Region. Und während der Nacht werden die Weingärten sowohl von der Donau als auch durch frische Brisen aus dem waldreichen Norden und Westen des Landes gekühlt. Mit einem durchschnittlichen Niederschlag von 500-600 Millimeter pro Jahr und einer Vegetationsperiode von bis zu 200 Tagen, ergibt das perfekte Bedingungen für die Aromen-Bildung.

 

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Steile Terrassen im Kremtal Steile terrassierte Hänge in den Weingärten findet man in Niederösterreich recht häufig.