Tuchlauben 7, 1. Bezirk
Mo bis Sa, 11.30 - 2 Uhr
In dieser Weinbar sind Weine und Speisen in Preiskategorien gelistet. Ein Glas Wein ist um Euro 2,50, 3,50, 5,50 oder – sollte es sich um besondere Raritäten handeln - auch um mehr zu haben. Die äußerst kreativen Speisekombinationen kommen in kleinen appetitlichen Portionen. Hummer-Ravioli mit Trüffelschaum, Blattsalat mit weißem Spargel und Erdbeer-Dressing, Kalbsbries mit Pilzragout sind nur einige kulinarische Beispiele, die zu Preisen serviert werden, die einen dazu verleiten, mehr als einen Gang zu nehmen. Das 3-Gang-Menü des heutigen Tages kostet 9,80 Euro und besteht aus einem Salat, Garnelen auf Artischocken und Fenchel und einem Mokka-Mousse. Ich nehme den marinierten Butterfisch mit Litschi-Chili-Salat und ein Glas Grünen Veltliner Rosenberg von Bernhard Ott. Grüner Veltliner hat ein sehr eigenständiges, aber nicht zu intensives Aroma und ein Geschmacksprofil, das zu vielen Speisen passt. In Weinen unterschiedlicher „Gewichtsklassen“ findet man typische Geschmäcker nach rosa Grapefruit, Pfirsich, Pfeffer, Linsen, Sellerie, Dill, dazu auch rauchige Aromen und Mineralität. Dieser sehr vollmundige und körperreiche Veltliner hat keinerlei Problem, mit der Schärfe und der Süße dieses asiatisch angehauchten Gerichts fertig zu werden.
Jasomirgottstraße 3-5, 1. Bezirk
Mo-Sa 10-2 Uhr, So 11 – 24 Uhr
Nach dem Erfolg am Naschmarkt beschloss Heinz Kammerer einen Zweitversuch in der neuen Filiale beim Stephansdom zu wagen, und heuerte zusätzliche eine Küchencrew an. Hier sieht man endgültig, dass Wein kein Getränk für alte Spießer ist. Unter der Klientel finden sich Menschen jeglicher Hautfarben, Größen, Formen und jeden Alters, ganz so wie etwa 300 Weine, aus denen man wählen kann. Die Speisen sind frisch, einfallsreich und köstlich. Und wenn man keine Berührungsängste mit den Ellbögen der Tischnachbarn hat, kommt man möglicherweise auch in den Genuss der lebhaften Tischgespräche. Der sautierte Oktopus mit Rotweinschalotten und frischen Thymian schmeckt köstlich mediterran und passt perfekt zum weich-würzigen „Inamera“, einer roten Cuvée von Juris - Stiegelmar aus dem wunderbaren Burgenland.
Graben 19, 1. Bezirk
Mo – So, 11 - 24 Uhr
Vergiss Fouchon! Meinl am Graben ist DIE Adresse für den Erlebniseinkauf von Delikatessen. Es gibt eine große Auswahl von Fleisch und internationalen Käsen, Sushi, Salat, Pasta und Mehlspeisen. Im ersten Stock ist das Restaurant, die Weinbar ist – wo sonst? – im Weinkeller. Meinl hat eine eigene Weinkollektion, doch der Sommelier teilt mir mit, dass die ersten Weine des neuen Jahrgangs eingetroffen seien und schlägt einen Gelben Muskateller von Sabathi vor, eine leichte, trockene Spezialität aus der Steiermark von der kleinbeerigen Muskat-Art (muscat à petits grains). Der Wein hat deutliche florale Aromen und hinterlässt einen leicht süßen Eindruck, ist aber am Gaumen leicht wie einer Feder und knochentrocken mit einem Hauch von Frühlingsaromen.
Gölsdorfgasse 2, 1. Bezirk
Mo-Fr 14 bis 24 Uhr, Sa ab 17 Uhr
Diese Vinothek gewordene Weinbar fühlt sich an wie gut eingetragene Lieblings-Jeans. Aficionados können den Wein vor dem Kauf hier probieren und dabei einen Snack – italienische Antipasti, Panini oder eine Auswahl an Käsespezialitäten – zu sich nehmen. Es gibt Weine, die gut, und solche, die großartig sind. Wenn sie auf den Putz hauen wollen, kaufen sie eine Flasche der Knollschen „Vinotheksfüllung“ aus der Wachau. Und man wird kein Problem haben, einen Kenner des Wachau-Terroirs zu finden, mit dem man bei einem Glas Wein über die großen österreichischen Klassiker diskutieren kann.
Das Team der Wein & Co Bar scheint die Arbeit zu genießen.



