Sinnliches Vergnügen und große kulturelle Tradition vereinen sich in jedem Glas österreichischen Weines. Das kleine Weinland Österreich bietet eine erstaunliche Vielfalt von Weinen und Weinstilen, jeder ein Genuss für sich, jeder typisch für sein Ursprungsgebiet und dessen Eigenart. Gemeinsam verkörpern sie die Landschaften, die Anmut und Leidenschaft der österreichischen Lebensart.
Österreichischer Wein ist ein Schmuckstück der Jahrtausende alten Kultur dieses Landes und gleichzeitig Vorbild für dessen moderne, qualitätsorientierte Landwirtschaft. Eine junge, kreative Winzergeneration hat den Wein neu "in Szene gesetzt" und Österreich an die Weltspitze gebracht. Zur kostbaren Kultur zählt nun der gewandte Auftritt von Wein aus Österreich in Metropolen wie New York, London und Tokio ebenso wie das idyllische Erlebnis einer Buschenschank mitten im Rebland.
Trotz seiner Höhenflüge kennt der österreichische Wein keinen "Frackzwang“ und ist nicht nur an bestimmte, vornehme Orte gebunden. Es gibt viele Anlässe, mit reschem Grünem Veltliner, Welschriesling oder einem samtig-nachhaltigen Roten anzustoßen und bei einer edelsüßen, monumentalen Trockenbeerenauslese allein oder zu zweit zu philosophieren.
In der Vielfalt der österreichischen Weine spiegeln sich Landschaft und Jahreszeiten; etwa dann, wenn nach einem der gar nicht so seltenen Regentage in der Steiermark wieder die Sonne scheint und die Konturen der noch nass blitzenden Hügel, Bäume und Reben nachzeichnet. Oder wenn man an einem schönen Sommertag im Freien sitzt, hinter sich die steilen Terrassenweingärten der Wachau, davor die ruhig fließende Donau, auf dem Teller ein Sülzerl – dann ist die Zeit für einen Riesling der Kategorie "Federspiel" gekommen; so bezeichnet man den nicht zu leichtgewichtigen, aber auch nicht zu schweren, belebenden Wein.
Weinzeit ist, wenn im Weinviertel das Laub von den Bäumen fällt und der Herbst allmählich in den Winter übergeht. Dann prickelt der Heurige im Glas, der in einigen Wochen die faszinierende Wandlung von der Traube zum anregenden Jungwein erlebte. Und wenn die sanften Hügel im Burgenland aussehen, als wären sie mit Staubzucker bestreut, wenn der Frost klirrt und einige Winzer noch hoffen, dass ihre Geduld mit Eiswein belohnt wird, dann holt man sich eine Flasche kräftigen Blaufränkisch aus dem Keller oder einen schmeichelnden Zweigelt. Vielleicht knistert im offenen Kamin oder im Kachelofen das Feuer. Aber es wärmt der rote Wein – von innen heraus.
Rund 33 Liter Wein pro Kopf und Jahr trinkt man statistisch durchschnittlich in Österreich. Wenn man es genau nimmt, sind es indes nicht nur die österreichischen Konsumenten. Auch viele Gäste des Landes haben erkannt, welchen Aufschwung die Weinwirtschaft im letzten Jahrzehnt genommen hat. Den Weg hat ihnen unter anderem die leistungsfähige, dem Wein sehr geneigte österreichische Gastronomie gewiesen. Sie hat durch ihr Interesse, ihre Fachkompetenz und Begeisterungsfähigkeit sehr dazu beigetragen, dass die Gewächse aus Österreich höchste Anerkennung auf breiter Front finden.
Heute attestieren die Fachmedien im In- und Ausland den besten österreichischen Weißweinen Weltklasseformat. Die rareren Rotweine, die in Österreich selbst immer schon geschätzt wurden, sind bei Präsentationen im Ausland immer für Überraschungen gut. Die Topwinzer messen sich längst an den Stars im Burgund und in Bordeaux und avancierten dabei selbst zum Vorbild für viele hoffnungsvolle Talente. Bei den berühmten Süßweinen nutzt Österreich perfekt die Möglichkeiten, die von der Natur, vor allem um den Neusiedlersee, vorgegeben sind.