Die Struktur des österreichischen Weinbaues ist ganz entscheidend von der relativ kleinen durchschnittlichen Betriebsgröße (ca. 1,7 ha) geprägt. Das Produktionsvolumen des einzelnen Weingutes rechtfertigt daher in den meisten Fällen keine eigenen (intensiven) Vermarktungsaktivitäten.
Viele österreichische Weinhauer, vor allem jene, deren Keller nicht ausreichend ausgestattet sind, liefern ihre Trauben entweder an Genossenschaften, Traubenankäufer oder andere Winzer.
Daneben sind aber in den vergangenen Jahren - häufig auf Initiative einer Handvoll ambitionierter Weinerzeuger - lokale oder regionale Markengemeinschaften entstanden. Sie zielen in den meisten Fällen darauf ab, eine oder mehrere regionaltypische Weine zu keltern und sie unter einer gemeinsamen Bezeichnung (bzw. Marke) in den Markt zu bringen.
Üblicherweise erfolgt die Weingarten- und Kellerarbeit in Eigenverantwortung jedes Winzers. Eine Jury prüft die fertigen Weine, ob sie den von der Gruppe definierten Qualitätskriterien entsprechen und somit das Recht erwerben, den gemeinsamen Markennamen zu tragen.
Normalerweise werden auch die Kosten für Marketingaktivitäten der Markengemeinschaft von den Mitgliedern gemeinsam getragen.