Anfang Dezember 2006 gab sich die heimische Weinwelt im »Grand Hotel« in Wien ein Stelldichein, um zu erfahren, wer die neuen Preisträger der Falstaff-Rotweinprämierung sind. Bewertet wurde in der Hauptsache der Jahrgang 2004, der mit einigen äußerst positiven Überraschungen aufwarten konnte. Fast eintausend Weinfreunde waren gekommen, um sich bei den fünfzig besten Winzern persönlich ein Bild zu machen.
Text von Peter Moser
Es war die nunmehr 27. Auflage der jährlichen Falstaff-Rotweinprämierung, bei der einerseits mit den drei punktehöchsten Weinen die »Falstaff-Sieger» ermittelt werden, aber auch in den einzelnen Sorten und in zwei Sonderkategorien die Gewinner zu küren sind. Keine einfache Aufgabe für das routinierte Verkostungspanel, denn die Zahl der eingereichten Weine ist stets rekordverdächtig: Etwa 1500 Muster wurden im September beim Falstaff-Degustationszentrum in Klosterneuburg angeliefert, nach sechs intensiven Wochen der Vorverkostungen fanden schließlich die Finalproben statt. Nach zwei weiteren Tagen der Blindverkostung stand das Ergebnis fest:
Der Golser Paradewinzer hatte das Panel mit seinem herrlichen Blaufränkisch vom Ungerberg (mit dessen 2003er-Version er bereits im Vorjahr den 2. Falstaff-Sieger gestellt hatte) völlig überzeugt. Knapp dahinter liegen die beiden besten Weine der Cuvée-Gruppe: Judith Beck, ebenfalls aus Gols, hat diese Kategorie mit ihrer Cuvée Judith knapp vor Silvia und Georg Prieler aus Schützen mit der Cuvée Leithaberg Rot für sich entschieden. Die beiden Weingüter dürfen sich über die Auszeichnungen 2. und 3. Falstaff-Sieger 2006 freuen. Silvia und Georg Prieler teilen sich sozusagen ihre Bronze-Medaille mit Claus Preisinger, einem weiteren Pannobile-Winzer aus Gols, der mit seinem Pannobile 2004 die Kategorie Blauer Zweigelt 2004 gewinnen konnte und ex aequo den 3. Falstaff-Sieger stellt. So bevölkerten diesmal gleich vier Weingüter das Siegespodest.
Einen Ausblick auf den kommenden Jahrgang 2005 gibt der Bewerb »Junger Zweigelt«, der unter dem Titel »Falstaff-Zweigelt-Grand-Prix« durchgeführt wird. Der Weinjahrgang 2005 brachte einen normalen Austrieb, es folgte eine frühe, teilweise feuchte Blüte etwa um den 5. Juni herum. Eine kalte Periode mit Regen hatte eher wenig negative Auswirkungen. Bis in den extrem feuchten August war zwar die Stimmung in der Winzerschaft noch sehr zuversichtlich, eine »Normalernte« schien in realistischer Reichweite. Als sich aber auch im August keine Aussicht auf stabiles und sonniges Wetter abzeichnete, musste mit stärkeren Ernteeinbußen gerechnet werden. Der oft starke Fäulnisbefall des Traubenmaterials erforderte auch einen erhöhten Ausleseaufwand mit mehrmaligen Lesedurchgängen sowie spezifische Kelterungsmaßnahmen, um eine gute Mostqualität zu erreichen. Ab Anfang September wurden bei den Rotweinen ein großer Reifefortschritt, aber auch erste Fäulnisansätze bemerkt, die beim Zweigelt aber wieder vertrocknet sind. Ab Anfang Oktober gab es dann eine Schönwetterperiode, die den späten Sorten noch auf die Beine half. Die Blaufränkisch-Trauben waren lockerbeerig und wiesen eine gute Gradation auf. Dennoch: Die Mengen lagen um etwa 30 Prozent unter jenen von 2004.
Aus dem Jahrgang 2005 waren exakt 200 Blauer-Zweigelt-Weine (hier werden die Mengeneinbußen spürbar: ein Drittel weniger als im Jahr davor) angetreten, und hier gab es insofern eine kleine Überraschung, als der Sieg diesmal nach Niederösterreich ging: Der junge Johannes Trapl aus Stixneusiedl mit seinem Rubin Carnuntum stahl den favorisierten Weinen der Zweigelt-Metropole Gols die Show und sicherte sich den Grand-Prix-Titel, zwei seiner Göttlesbrunner Kollegen, nämlich Franz Netzl und Franz Taferner, landeten mit ihrem jeweiligen Zweigelt Rubin Carnuntum auf den Plätzen zwei und drei. Mit einem Ab-Hof-Preis von rund zehn Euro erhält man bei den topplatzierten Zweigelt-Erzeugern Weine mit einem brillanten Preis-Leistungs-Verhältnis!
Eine weitere Besonderheit der Falstaff-Prämierung ist die »Erste Bank Falstaff Reserve-Trophy«, die heuer zum vierten Mal durchgeführt wurde und die jenen Weinen gewidmet ist, die erst nach einer längeren Reifeperiode auf den Markt kommen und aus diesem Grund bei der »normalen« Falstaff-Prämierung nicht teilnehmen könnten. In dieser Gruppe befinden sich mehr als nur eine Handvoll der gesuchtesten, besten und auch teuersten Weine des Landes. Über einhundert Weine, also mehr als doppelt so viele wie beim letzten Mal, waren in dieser Kategorie angemeldet, und es war für die Jury eine diffizile Aufgabe, die teilweise sehr individuellen Weine in der Blindprobe einzuschätzen – insbesondere deshalb, weil hier eine Sortierung nach Sortengruppen nicht erfolgen kann. So stehen hier Cuvées neben reinsortigen Pinots und St. Laurents, allesamt qualitativ auf höchstem Level, und es ist dem Verkoster überlassen, hier seine subjektiven Vorlieben in Punkten auszudrücken. Zwei große Weine der österreichischen Weinszene, nämlich Gernot Heinrichs Salzberg und Albert Gesellmanns »G«, hatten die ersten drei Ausgaben der »Erste Bank Falstaff Reserve-Trophy« dominiert. Heuer bekamen sie allerdings überaus ernst zu nehmende Konkurrenz: So fiel das Ergebnis denkbar knapp aus, und es waren drei superlative Blaufränkisch-Weine, die den beiden Favoriten zusetzten. Der Sieg ging diesmal an Andi Kollwentz, der der roten Nationalsorte mit seinem Blaufränkisch Point 2003 ein Denkmal setzt, es folgen Salzberg 2003 und »G« 2002 auf den Plätzen zwei und drei, aber nur hauchdünn vor den weiteren fantastischen Blaufränkisch-Weinen Mariental 2003 von Ernst Triebaumer und Blaufränkisch Goldberg 2003 von Silvia und Georg Prieler.
Die Ergebnisse der 27. Falstaff-Prämierung in den verschiedenen Kategorien sind nicht weniger spannend. Aufgrund des Witterungsverlaufes hatten die Experten bezüglich der Sorten recht unterschiedliche Erwartungen. Kurz zur Erinnerung: Nach den sehr hoch eingeschätzten heißen Jahrgängen 2002 und 2003 galt 2004 zunächst als eher mittelprächtiges Rotweinjahr. Die Witterung des Jahres 2004 und ihre Auswirkungen auf die Rotweine lassen sich wie folgt zusammenfassen: Nach einem relativ langen, dafür aber nicht zu kalten Winter wurde es im Frühjahr erst zögerlich warm, dafür gab es reichlich Niederschlag. Der Austrieb und die Blüte verzögerten sich um gut zwei Wochen. Mitte Juni war die Blüte abgeschlossen, das versprach eine Rotweinernte um Mitte Oktober herum, was sich im Großen und Ganzen auch erfüllte. Die Monate Juni und Juli waren tendenziell kühl und immer wieder regnerisch, das vegetative Wachstum war entsprechend stark. Von Juli bis Mitte September wurde es warm, trocken und sonnig. Mit Anfang September hatte sich im Burgenland relativ nahtlos ein Altweibersommer eingestellt, und dieser hielt, anders als in Niederösterreich, wo es relativ viel regnete, bis Ende Oktober an. So konnten die Bedingungen für die spät reifenden Rotweinsorten sehr gut ausgenutzt werden, und als schließlich Ende Oktober Nebel und kühlere Luftmassen auftraten, waren nur mehr vereinzelt Cabernet-Sauvignon-Trauben an den Stöcken.
Für die Region rund um den Neusiedler See kann man sagen, dass gesunde, perfekt ausgereifte Trauben ernten konnte, wer im Weingarten alles zeitgerecht und richtig gemacht hatte. Die Besonderheit im Jahr 2004 war die späte Lese beim Blaufränkisch, da war der Saftanteil wesentlich geringer als in normalen Jahren. Das Fruchtfleisch und die Beerenhaut waren um einiges komplexer, eine geringere Mostausbeute war die Folge. Das hieß im Ergebnis: 30 bis 35 Prozent weniger Ertrag, dafür aber eine sehr hohe Qualität bei der Leitsorte im Blaufränkischland. Die Weine gefallen durch außergewöhnlich fruchtige Noten, viel Mineralität, Würze und ausreichend reifes Tannin.
Die hohen Erwartungen in die Sorte Blaufränkisch erwiesen sich in weiterer Folge auch als berechtigt und wurden nicht nur in der Sortenkategorie, sondern auch in der Mega-Gruppe der Cuvées durchaus schlagend. In der traditionell größten Kategorie der Falstaff-Rotweinprämierung standen an die 400 Weine zur Probe an. In die letzte Finalrunde waren schließlich dreißig Weine eingezogen, diese wurden nach ihren »Bestandteilen« (also eher von internationalen Sorten oder eher von heimischen Sorten geprägt) gruppiert und blind bewertet. Das Fachpanel ließ heuer eine gewisse Vorliebe für Weine erkennen, in denen Blaufränkisch die Hauptrolle spielt. Mineralische, eher vom Terroir geprägte Weine, die statt Muskelpaketen eher Finesse und Charakter mit sich brachten, wurden von der Jury präferiert. Am Ende gewann Judith Beck aus Gols mit ihrer Cuvée Judith 2004 vor Silvia Prieler mit der Cuvée Leithaberg Rot 2004, und auch auf dem dritten Platz landete eine Dame: Waltraud Igler-Reisner aus Deutschkreutz mit ihrem Ab Ericio 2004. Ganz knapp dahinter platzierte sich Hans »John« Nittnaus aus Gols mit seinem Leithaberg 2004. Es folgt in der Rangliste ein Who’s who der österreichischen Rotweingüter, zwei noch weniger bekannte Namen möchte ich an dieser Stelle für ihre Gesamtleistung besonders herausstreichen – diese Betriebe wird man sich für die Zukunft sicher merken müssen: Johannes Trapl aus Stixneusiedl im Weinbaugebiet Carnuntum und Franz Landauer vom Weingut Landauer-Gisperg in Tattendorf in der Thermenregion.
Damit sind wir beim Blaufränkisch angelangt, wo (wie bereits erwähnt) Paul Achs aus Gols mit seinem Lagenwein vom Ungerberg den Sortensieger und gleichzeitig den Falstaff-Sieger stellt. Den zweiten Platz belegt der junge Johannes Trapl mit seinem Wein vom Spitzerberg, einer einst berühmten Blaufränkisch-Lage unweit von Prellenkirchen, die somit vor einer Renaissance steht. Platz drei geht an Paul Lehrner aus Horitschon, der mit dem Blaufränkisch Steineiche die Fahnen des Mittelburgenlandes hochhält und sich hauchdünn vor seinem Kollegen Paul Kerschbaum, ebenfalls Horitschon, und dessen Blaufränkisch Dürrau platzierte.
Es folgt eine Reihe sehr guter Blaufränkisch-Weine aus dem Jahr 2004, an denen im Verlauf des letzten Jahres eine spezielle Eigenschaft festgestellt wurde: Sie wurden von Monat zu Monat besser, und diese Entwicklung scheint noch nicht abgeschlossen zu sein. Immer mehr scheint sich abzuzeichnen, dass 2004 zu einem ganz großen Blaufränkisch-Jahrgang heranreift. Man darf sich also schon auf die Reserve-Weine freuen, die im Herbst 2007 verkostet werden. In jedem Fall sollte man sich die eine oder andere Magnum in den Keller legen.
In der Kategorie Zweigelt 2004 nahm Gols Revanche an den Carnuntesen. Bei der Gruppe der im Barrique gereiften Blauer-Zweigelt-Weine überzeugte ein Wein die Jury wie kein anderer: der Pannobile von Claus Preisinger aus Gols, der dank seiner hohen Punktezahl zusätzlich zum Sortensieg auch den dritten Platz im Gesamtklassement erreichte. Ihm folgt ein weiterer Ausnahme-Zweigelt: der Schwarz Rot 2004 von Hans Schwarz aus Andau (der mit diesem Wein aus dem Jahr 2002 sogar den Falstaff-Sieg 2004 nach Hause brachte). Die Bronze-Medaille ging nach Rust, wo man sich im Hause Feiler-Artinger über den dritten Platz für Zweigelt & More 2004 freuen durfte. Auf dem folgenden Rang landete ein weiterer Zweigelt-Experte, nämlich Josef »Pepi« Umathum, der diesmal mit seinem Hallebühl in der reinsortigen Zweigelt-Kategorie an den Start gegangen war.
Eine besondere Verkostung ist jene der Pinot Noirs. An diese Gruppe knüpft das Falstaff-Panel Jahr für Jahr seine Hoffnungen und Erwartungen, denn bei dieser Sorte hat die österreichische Rotweinszene noch echten Aufholbedarf. Aber dennoch wird man hier speziell in den Vorproben von der unerfreulichen Wirklichkeit eingeholt. Umso größer ist dann die Freude, wenn sich etwas findet, was annähernd wie ein Pinot Noir riecht und schmeckt. Keine Frage: Die Top Ten sind mehr als herzeigbar, gerade der Jahrgang 2004 ließ einige Spitzenweine aus dieser schwierigen Sorte zu. Aber das Gros des Feldes ist weit von dem entfernt, was ein internationaler Markt als guten Pinot Noir ansieht. Aber wir geben die Hoffnung noch lange nicht auf, denn die Siegerweine zeigen, was möglich ist. Einmal mehr ganz oben auf dem Siegespodest ist der Pinot Noir vom Schloss Halbturn, ein Wein, der eine potenzielle Richtung vorgibt. Damit schließt die überaus erfolgreiche Trilogie der Jahrgänge unter dem qualitätsbesessenen Regisseur Carlo Wolf, der nun nicht mehr für Halbturn tätig ist. Bleibt zu hoffen, dass seine Nachfolger annähernde Maßstäbe und Rigorosität an den Tag legen. Die Plätze zwei bis vier gehen nach Gols, und zwar an Paul Achs, Claus Preisinger und Gerhard Pittnauer, drei weitere Winzer mit einer Hand für jene Finesse, die Liebhaber dieser fragilen Rebsorte anspricht. Die Winzer selbst haben jedenfalls diese Herausforderung angenommen, aus dem Jahrgang 2004 wurden mehr Weine eingereicht als aus dem Jahrgang 2003.
Die deutlichste Zuwachsrate unter den Anmeldungen konnten wir allerdings bei der Rebsorte St. Laurent verbuchen, wo sich die Zahl der Muster um 47 Prozent erhöhte. Aus 103 verschiedenen Proben den Sieger zu küren macht bei dieser nach wie vor recht raren heimischen Spezialität die Verkostung zu einem spannenden Unterfangen. Die große Zahl an Einreichungen ließ im Vorfeld natürlich die Vermutung aufkommen, dass man sich auf besonders gute Qualitäten freuen dürfe, obwohl sich dies aus dem Witterungsverlauf nicht ganz ableiten ließ. Das Ergebnis war aber eher ernüchternd, denn es zeigte sich, dass die Erwartungen zu hoch waren. Es gibt etliche herausragende Spitzenweine, aber das Feld lässt, ähnlich wie beim Pinot Noir, doch noch zu wünschen übrig. Den Sieg holte überraschend, aber hochverdient das Weingut Dopler aus Tattendorf in der Thermenregion mit dem St. Laurent Reserve 2004, womit einmal mehr ein Sortensieg nach Niederösterreich ging, gefolgt vom St. Laurent des Schlosses Halbturn, das damit seine Kompetenz bei den Pinot-Sorten deutlich unterstreichen konnte. Der dritte Platz ging an Josef Umathum für den St. Laurent vom Stein 2004.
Blicken wir zu den internationalen Sorten, und beginnen wir mit dem Sortensieger der Gruppe Merlot. Hier erreichte Erich Scheiblhofer aus Andau in einer seiner Paradedisziplinen den ersten Platz. Franz Weninger aus Horitschon platzierte sich auf dem zweiten Rang. Der Johannishof der Familie Reinisch wurde mit dem Merlot Reserve Dornfeld 2004 Dritter. Beim Cabernet Sauvignon ging der Sortensieg an Bernhard Fiedler vom Grenzhof Fiedler in Mörbisch, den zweiten Platz belegte der niederösterreichische Rotweindoyen Gerald Malat aus Palt mit seiner Reserve 2004, und Rang drei geht an die Familie Wellanschitz für den Cabernet Sauvignon Rüsselsgrund 2004. Beim exotischen Syrah waren immerhin gut vierzig reinsortige Weine am Start, den Sieg in dieser Kategorie holte sich einmal mehr das Weingut Leitner aus Gols. In der Kategorie Sortenvielfalt tummelten sich Weine aus den Sorten Cabernet Franc, Roesler und Blauburger bis hin zum Blauen Portugieser – von dieser Sorte lieferte Bernhard Ceidl aus Baden mit dem Exzeptionell ein wahres Prachtexemplar ab.
Als Resümee des Jahrgangs 2004 kann man festhalten, dass es der Konsument mit einem durchschnittlich guten bis sehr guten Jahrgang zu tun hat, der sich im Großen und Ganzen bereits trinkreif präsentiert. Die Qualität der Rotweine ist nach wie vor im Aufschwung begriffen, die Suche nach einem typisch österreichischen Charakter nach wie vor im Gang – und teilweise bereits erfolgreich, wie am Beispiel der Leithaberg-Gruppe gezeigt werden kann. Die Einführung des »Mittelburgenland dac «-Begriffes wird künftig den Blick auf den Blaufränkisch aus diesem Weinbaugebiet noch weiter schärfen. In Österreich ist der Rotwein bereits zum hochgeschätzten Mitglied der Weinfamilie aufgestiegen, es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch internationale Kritiker diese Wertschätzung teilen und sich dadurch die Märkte für die heimischen Rotweine öffnen. Für diesen Fall bleibt zu hoffen, dass die Preise zumindest stabil bleiben und nicht mehr weiter steigen.
Für viele potenzielle Konsumenten sind die da und dort überzogenen Preise der einzige Wermutstropfen in dieser Entwicklung. Damit macht man zusätzlich sehr guten roten Importweinen aus Italien, Spanien und Übersee im Segment bis zehn Euro den Markt frei, den diese im Lebensmittelhandel bereits verstärkt nutzen. Auch die Gastronomie tut sich nicht so leicht, wenn sie für ein Achterl österreichischen Rotwein fünf Euro und mehr verlangen soll. Hier ist also bei aller Euphorie unbedingt mehr Augenmaß gefragt. 2005 wurde fast ein Drittel weniger Rotwein erzeugt als in einem Durchschnittsjahr, daher kann man den Jahrgang 2004 durchaus zum Kauf empfehlen. Eine ideale Hilfe bietet ihnen der neu erschienene Falstaff-Rotweinguide Österreich 2006/2007.
| Punkte | Wein/Jahr | Weingut | Ab-Hof- Preis/€ |
|---|---|---|---|
1 |
Blaufränkisch Ungerberg 2004 |
Paul Achs, Gols |
35,00 |
2 |
Judith 2004 |
Judith Beck, Gols |
26,00 |
3 |
Pannobile 2004 |
Claus Preisinger, Gols |
21,00 |
3 |
Leithaberg rot 2004 |
Silvia und Georg Prieler, Schützen/Gebirge |
21,00 |
| Punkte | Wein/Jahr | Weingut | Ab-Hof- Preis/€ |
|---|---|---|---|
1 |
Zweigelt Rubin Carnuntum 2005 |
|
10,00 |
2 |
Zweigelt Rubin Carnuntum Selection 2005 |
Franz und Christine Netzl, Göttlesbrunn |
9,50 |
3 |
Zweigelt Rubin Carnuntum Haidacker 2005 |
Franz Taferner, Göttlesbrunn |
10,00 |
| Punkte | Wein/Jahr | Weingut | Ab-Hof- Preis/€ |
|---|---|---|---|
1 |
Blaufränkisch Point 2003 |
Andi Kollwentz, Großhöflein |
34,00 |
2 |
Salzberg 2003 |
Gernot Heinrich, Gols |
48,00 |
3 |
G 2002 |
Albert Gesellmann, Deutschkreutz |
49,00 |
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