Herbst im Weingarten
Sonnenuntergang
Wein und Essen in perfekter Harmonie

Weinglossar von A-Z

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R

Rahnig:
Oxydationerscheinung.
Ráthy:
Neue rote Rebsorte; Züchtung zwischen Blauburger x (Seyve Villard x Blaufränkisch). Emmerich Ráthy (1845-1900) war zweiter Direktor der Klosterneuburger Weinbauschule. Die Sorte ist ab 2000 zugelassen.
Rasse:
Ausdruck für besondere Weine mit Schliff und Eigenart.
Rauch:
Verschiedene Weine weisen einen rauchigen Geschmack auf, verursacht durch Bodenbeschaffenheit und Vinifikation (Barrique).
Rauh:
Ein Wein wirkt rauh, wenn die zumeist jugendlichen Tannine vordergründig schmeckbar sind.
Rebe:
Rebstock, Weinstock, Weinrebe.
Rebeln (Abbeeren):
das Entfernen der Traubenstiele vor der Vergärung.
Rebenalter:
Schwankt je nach Philosophie des Winzers; allgemein läßt sich sagen: desto älter der Rebstock, desto wertvoller die Qualität. In England befindet sich der älteste noch im Ertrag stehende Weinstock, der 1769! gepflanzt wurde (Hampton Court Palace bei London).
Rebenblüte:
Gescheine; Stadium der Traubenentwicklung.
Rebenselektion:
s. Klon
Reblaus:
Wurzelsaugender Schädling (Phylloxera), der nicht reblausfeste Unterlagen befällt und dadurch den Weinstock vernichtet.
Rebschnitt:
Zumeist wird der Hauptschnitt in den Wintermonaten vorgenommen, um das alte Holz zu entfernen. Andererseits ein wichtiger Schritt, um die spätere Lesemenge zu bestimmten. Im Laufe des Jahres werden für die Qualitäts-Produktion immer wieder Korrekturen beim Rebschnitt vorgenommen.
Rebsorten:
s. Ampelographie.
Reduktiv:
Weinbereitung unter Sauerstoffabschluss (z.B. Stahltanks).
Reduktiver Ausbau:
s.u. Reduktiv; Gegensatz zum oxidativen Ausbau, also unter Sauerstoffzufuhr. S.a. Barrique.
Refraktometer:
s.u. KMW; mißt den Zuckergehalt in der Beere.
Reife:
Relativer Begriff der idealen chemischen und physikalischen Eigenschaft der Frucht; Mostgewicht, Zuckerkonzentration.
Reifenbeißer:
spöttische Bezeichnung für Weine mit sehr hohem Säuregehalt.
Reiner Satz:
In einem Weingarten befindet sich ausschließlich nur eine Sorte.
Reinzuchthefe:
s. Zuchthefe
Relative Dichte:
s.a. KMW; der Quotient aus Masse und Volumen eines Stoffs, ausgedrückt in g/cm3 oder g/ml. Ein im Weinbau häufig verwendetes Maß für die Dichte ist KMW oder in Deutschland Öchsle.
Reparaturwein:
Nach einer Verkostung mehrerer Weine (vor allem schwere) wird ein leichter Wein gereicht, um den Gaumen zu entspannen, um entweder zu verkosten oder weiter zu trinken.
Resch:
Geschmacksausdruck für säurebetonte, trockene, frische und rassige Weine.
Reserva:
Spanisches Pendant zur italienischen Riserva und unterliegt bestimmten Vorschriften der Dauer der Lagerung.
Restzucker:
Wenn der Wein nicht gänzlich durchgegoren ist, verbleibt ein Restzucker.
Restzuckergehalt:
s.u. Restzucker; muss in Österreich auf dem Etikett angegeben sein.

  • Trocken: Bis max. 9 g/l Restzucker, wenn die Gesamtsäure nicht mehr als 2 g/l niedriger ist.
    Beispiel: Ein Wein mit 8 g/l Zucker muss mindestens 6 g/l (Promille) Säure haben, um als „trocken“ deklariert zu werden.
  • Halbtrocken: Bis 12 g/l Restzucker
  • Lieblich: Bis 45 g/l Restzucker
  • Süß: Über 45 g/l Reszucker.
Rheinriesling:
siehe Riesling
Ried(e):
kleinste geographische Einheit einer Weinbergslage.
Riesling:
Synonyme: Rheinriesling, Weißer Riesling
Vornehmer Duft (Pfirsich, Marille), feine Nuancen, Rasse.
In guten Weinjahren gehört der noble Riesling aus Österreichs Spitzenlagen, die sich vor allem in der Wachau sowie im Kamptal, Kremstal, Donauland und Weinviertel befinden, unbestritten zu den weltbesten Repräsentanten dieser Rebsorte. Sein charmantes Bukett weist meistens Anklänge an Pfirsiche, Aprikosen oder Zitrusfrüchte auf. Am Gaumen wirkt der Riesling wegen seiner pikanten Säurestruktur sehr rassig und anhaltend. Er entwickelt sich kontinuierlich und ist daher gut lagerfähig; dies gilt im Besonderen für die raren Spät- und Auslesen (oder die Wachauer Smaragdweine).
Rigolen:
Lockerung des Bodens eines Weingartens.
Rohfäule:
s.u. Sauerfäule.
Rose:
s.u. Traminer
Rosé:
Hellroter Wein von Rotweintrauben, bereitet durch rasches Abpressen, so daß nur geringer Farbstoff aus der Beerenschale in den Wein gelangt.
Rosso:
(Ital.:) Rot.
Roter Traminer:
Gehört zur Familie des Traminers. Der Zusatz "Gewürz" dürfte im Sinne von starkem Duft, ähnlich dem französischen "musque", zu interpretieren sein, "rot" mit der rötlichen Farbe der reifen Beeren. Die verschiedenen Traminer-Spielarten stehen oft gemischt in einem Weingarten (vor allem bei älteren Anlagen) und lassen sich im Herbst durch unterschiedliche Färbung der Beerenschale unterscheiden. Gewürztraminer weist eine hellere Farbe auf, der Rote dagegen eine dunkle rötlich-bronzene. Die Sorte ist äußerst mutationsfreudig.
Rotobehälter:
Modernes Gerät zur Rotweingewinnung.
Rotwein:
Blaue (schwarze) Trauben; die Farbstoffe befinden sich in der Beerenschale, der Saft ist weiß. Während der Gärung löst der Alkohol die Farbstoffe aus den Schalen.
Rotweinwiege:
Eine Vorrichtung, in der ein Flasche in horizontaler Lage gehalten wird, damit sie ohne Aufrühren des Bodensatzes geöffnet und entleert werden kann. Der Rotweinkorb erfüllt einen ähnlichen Zweck.
Rubin Carnuntum:
Markengemeinschaft; Rotwein aus Carnuntum.
Ruländer:
s.u. Grauburgunder, Pinot gris.
Rund:

Harmonischer Wein ohne Ecken und Kanten.
Rütteln:
Wichtigster Arbeitsvorgang bei der Schaumweinherstellung nach dem traditionellen Champagnerverfahren. Dadurch wird der Bodensatz im Flaschenhals konzentriert.
 

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