Herbst im Weingarten
Sonnenuntergang
Wein und Essen in perfekter Harmonie

Weinglossar von A-Z

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K

K & K:
Kamptal-Klassik; Markengemeinschaft im Kamptal.
Kabinett:
Qualitätswein mit einem Mindestmostgewicht von 17 Grad KMW, Aufbesserungsverbot, Alkoholgehalt höchstens 12,7 Vol% und Restzucker höchstens 9 g/l; Export nur in Flaschen möglich. Zählt im Gegensatz zum deutschen Weingesetz nicht zu den Prädikatsstufen.
Kahmig:
Fehlerhafte Weine.
Kaisermischung:
Mischung aus Wein und Apfelsaft. In der Oststeiermark als Erfrischungsgetränk beliebt.
Kaliumsalz:
s.u. Weinstein
Kaltvergärung:
s.u. Gärung
Kamm:
Stil des Blütenstands; Rappen.
Kapselabschneider:
Nützliches Hilfsmittel, um die Kapsel (aus Kunststoff, Stanniol, Blei) sauber abzuschneiden
Käse:
Einerseits durch Gärfehler erzeugter Geschmack, andererseits Reifeton in bestimmten Rotweinen.
Kellergasse, Kellerviertel:
Das sind kleinere, oft jahrhundertealte Kelleranlagen, meist an Ortsrändern nebeneinander angelegt. Das Presshaus liegt knapp unter dem Erdniveau. Der so genannte Kellerhals verbindet die vorderen Räume mit dem eigentlichen Lagerkeller, in dem die gleich bleibende Kellertemperatur herrscht. Vor allem in Niederösterreich und im Burgenland gibt es viele dieser romantisch anmutenden Kelleranlagen.
Kellergassenfest:
Fest in einer Kellergasse mit "offenen Kellertüren", Weinkost, Umzug ...
Kellerpartie:
Gemütliches Beisammensein in einem Hauerkeller; beliebter Wochenendtrip der Österreicher zu "ihrem" Winzer.
Kellerschimmel:
"cladosporium cellarii", ein spezifischer Pilz, der in feuchten Kellern zu hause ist und sich von Alkohol in der Atmosphäre nährt. Am Flaschenhals verlangsamt er die Reifung und schützt den Korken.
Kellertemperatur:
Optimale Temperatur zwischen 8 und 10 Grad C. Je niedriger die Temperatur ist, desto langsamer entwickelt sich der Wein. Bei zu hoher Temperatur Gefahr von Oxydation.
Kellertraube:
Trauben für die Gewinnung von Wein. I.Gg. Tafeltraube.
Keltern:
Abpressen; Kelter=Presse. Früher hauptsächlich händisch mit der Baumpresse, heute maschinell mit modernen Zentrifugen.
Kerner:
Kreuzung von Trollinger x Riesling (1929), vor allem in der Südsteiermark beheimatet. Geringe Bedeutung.
Kerzenfiltration:
Die schonendste, aber auch teuerste Methode, einen Wein zu filtrieren.
Kieselgurfiltration:
Kieselsol wird zur Schönung eingesetzt, um unerwünschte Trübungen wie Proteine zu absorbieren. Ist billiger als Bentonit, da dieses aus Amerika importiert werden muß (Transportkosten).
Kirchenfenster:
Die an der Glaswand langsam herablaufenden Tropfen. Entsteht durch Glyzerin (Fett). Desto dichter die Fenster, desto konzentrierter, extraktreicher der Wein.
Klapotetz:
Ein Gestell, daß Vögel verjagen soll, die Trauben fressen. Touristische Attraktion vor allem in der Steiermark.
Klar:
Wein ohne jegliche Trübung.
Klärung:
s.u. Filtration
Klein:
Leichter Wein.
Kleinklima:
s.u. Mikroklima
Klevner:
Der Weißburgunder wird in der Steiermark "Klevner" genannt. Verwandte sind Chardonnay, Morillon und Auxerrois. Er ergibt leichte bis alkoholreiche Weine und hat oft ein geringes Eigenaroma. Geringe Bedeutung.
Klimaschrank:
Weinkühlschrank mit stufenloser, konstanter Temperaturregelung, richtige Luftfeuchtigkeit und Belüftung.
Klon:
Im Weinbau versteht man hierunter eine Vielzahl von Reben, die allesamt auf dem Weg der vegetativen Vermehrung, durch Edelreiser bzw. Stecklinge von einer Mutterrebe gewonnen wurden. Das Ziel ist es, Rebmaterial zu bekommen, daß für verschiedene geologischen und klimatischen Ansprüche geeignet ist.
Klosterneuburger Mostwaage (KMW):
Senkspindel zur Messung des Zuckergehalts im Most, der auf einer Skala in Prozent angezeigt wird; 1 Grad KMW=4,86 Öchsle. Die Klosterneuburger Mostwaage ist ein ausschließlich in Österreich gebräuchliches Maß für das Mostgewicht.
Knospe:
s.u. Auge
Kohlensäure:
Schmeckbar auch im "stillen" Wein; leicht prickelnd.
Konservierungsmittel:
In Österreich bis zum EU-Beitritt verboten; z.B. Sorbinsäure.
Kontrollierte Gärung:
Die Behältnisse (meist aus Stahl) werden mit Wasser (in Italien auch mit Glycol) von außen oder innen überflutet, damit eine bestimmte Temperatur nicht überschritten wird.
Kordonerziehung:
Mehrjährige Stammverlängerungen, auf denen die Fruchtruten wachsen.
Korkbrand:
Auf jedem Korken wird an der Außenseite der Name des Produzenten mit durch einen Korkbrand "verewigt".
Korken:
Elastischer, zylinderförmiger Verschluß für Weinflaschen, der den Ausfluß von Wein andererseits und andererseits den Zutritt von Sauerstoff verhindert. Die geringe Menge an Sauerstoff, die dennoch in Laufe der Jahre durch den Kork in die Flasche kommt, ist notwendig für die Reifung des Weines (Mikrooxydation). Der normale Korken hat einen Durchmesser von 24 mm und wird in einen Flaschenhals mit 18 mm Durchmesser gepreßt. Sektkorken (31 mm für einen Flaschenhals von 17,5 mm Durchmesser) bestehen aus drei miteinander verleimten Korkschichten. Billige Korken werden aus Korkmehl und - schnitzel gepreßt. Auch in der Länge sind Korken verschieden, besagen aber prinzipiell nichts über eine bessere Qualität aus. Weine etwa aus dem Weinviertel mit einem kurzen Korken präsentierten sich nach Jahrzehnten wunderbar. Der Korken muß feucht gehalten werden, also Flaschen liegend aufbewahren, im Gegensatz zu Bränden, die stehend gelagert werden, damit der Alkohol nicht den Kork zerstört. Fast ausschließlich ist der Kork mit einer Kapsel bedeckt. Früher enthielten die besseren Kapseln Blei, ist heute aber (in der EU) aus Umweltgründen verboten. Die meisten bestehen heute aus Aluminiumfolie, deswegen aufpassen vor Schnittverletzungen!
Korkenzieher gibt es viele, praktische und unnötige. Am besten haben sich noch die Modelle mit dem Schmetterling-Prinzip und Screwpull bewährt, die nur einen Nachteil haben: mitunter bröselt der Kork und Spuren sind im ersten Glas zu sehen. Sogenannte Kellnerbestecke besitzen den Vorteil, den Korken behutsam herauszuziehen (Vorteil vor allem bei älteren Flaschen). Bei jungen Flaschen benötigt man aber unter Umständen viel Kraft damit.
Tip: Falls der Kork abbrechen sollte, gehen sie schräg mit der Spindel in den Korken, und wenn sie Widerstand verspüren, drehen Sie weiter und ziehen den Restkork hinaus.
Korkengeld:
Auch: Stoppelgeld; Usus, wenn man in einem Restaurant selbst mitgebrachte Flaschen konsumiert. Die Höhe ist Verhandlungssache.
Korkgeschmack:
Ein Phänomen, was immer wieder auftritt, leider. Der Wein besitzt einen muffigen ("Kartoffelkeller"), chemischen Geruch und macht den Wein wertlos. Ursachen können Pilzbefall oder auch Reste eine Sterilisierungsmittels sein. Ein "versteckter" Kork macht sich dadurch als erstes bemerkbar, daß die Frucht des Weines verloren gegangen ist.
Körper:
Gesamtextrakt.
Körperreich:
Ein Wein mit reichlich Extraktstoffen und Alkohol wirkt körperreich, ausladend.
Koscher:
Ein Wein, der nach genauen Vorschriften erzeugt wird, damit auch strenggläubige Juden auf ihn nicht verzichten müssen - koscher: genießbar.
Kracherl:
Zitronenlimonade
Kreszenz:
Meint einen hochwertigen Wein.
Kreuzung:
Zwei Rebsorten werden miteinander gekreuzt, um Vorteile (z.B. Frühreife) beider Sorten in einer zu vereinigen (z.B. Müller-Thurgau).
Kristalle:
In einer Flasche (meistens Weißwein), auf der Unterseite eines Korkens oder an den Fasswänden sind oft Kristallablagerungen zu sehen. Es handelt sich um Weinstein. Kein Weinfehler.
Küferei:
Fassbau, Böttcherei.
Kunststoffkork:
In den letzten Jahren auf den Markt gekommen; eine Alternative gegenüber den Korkgeschmack. In der Regel nur sinnvoll bei Weinen, die in den ersten beiden Jahren nach der Lese getrunken werden. Für eine längere Lagerung benötigt der Wein eine Sauerstoffzufuhr, die der Plastikkork nicht zuläßt.
Kurz:
Wein ohne Abgang, ohne Nachgeschmack.
 

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