Herbst im Weingarten
Sonnenuntergang
Wein und Essen in perfekter Harmonie

Weinglossar von A-Z

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H

Halbsüß:
lieblich; 12 bis 45 g/l Restzucker.
Halbtrocken:
max. 18 g/l Restzucker.
Haltedauer von Weißweinen:
Je nach Qualitätsgüte und Vinifizierung können trocken ausgebaute Weine jahrelang gelagert werden, ohne an Primärfrucht zu verlieren (Grüner Veltliner, Riesling, Burgundersorten, Malvasier, Roter Veltliner, Müller-Thurgau, Traminer, Zierfandler). Im hohen Prädikatsbereich bis zu 20 Jahren und länger.
Hanglagen:
"Bacchus amat colles" (Bacchus liebt die Hügel) hieß es schon im alten Rom. Daran - auch nicht in Österreich - hat sich bis heute nichts geändet.
Hanstag:
27. Dezember; bei der Heiligen Messe wird der neue Wein dem heiligen Johannes geweiht. Durch den Brauch bleibt der Wein von Unheil und Frevel verschont.
Harmonie:
Wünschenswertes Gleichgewicht aller Eigenschaften.
Hart:
Jugendlicher Wein mit hohem Säuregehalt.
Haustrunk:
Quasi der Wein, der nach dem Abpressen noch einmal durch ein Abpressen der Trester erzeugt wird und nicht im Verkauf kommt, da er den Qualitäts-Ansprüchen nicht entspricht. Bleibt dem Winzer, seiner Familie und Arbeitskräften als Jausenwein vorbehalten.
Hauer:
Winzer, Weinhauer, abgeleitet von der "Haue", mit der der Weingarten noch vereinzelt traditionell bearbeitet wird.
Hauersekt:
Darf in Österreich nur für Qualitätsschaumwein bestimmter Anbaugebiete (Sekt b.A.) verwendet werden.
Hauptlese:
Je nach Witterungsverlauf der wichtigste Erntedurchgang.
Heckenklescher:
Volkstümlicher Ausdruck für Weine, die den Gast umhauen. (Hecke=Strauch; kleschen=hineinfallen). Vor allem die Sorte Blauer Wildbacher (Schilcher aus der West-Steiermark) hatte diese Bezeichnung.
Hefe:
Am Gärvorgang beteiligte Mikroorganismen. Wilde Hefen stammen aus der Natur und befinden sich auf den Traubenschalen. Weiters werden Reinzuchthefen (Kulturhefen) verwendet. Nach der Gärung setzt sich die absterbende Hefe auf dem Boden des Fasses ab (Geläger).
Hefeabstich/-abzug:
s.a. Abzug.
Hektar:
10.000 m2.
Hektoliter:
100 Liter.
Herb:
Trocken, säurebetont (bei Weißwein); tanninbetont (bei Rotwein).
Heu- und Sauerwurm:
Raupen des Traubenwicklers; Traubenschädlinge.
Heurige:
Frühkartoffeln
Heuriger:
einerseits der Wein des letzten Jahrgangs und andererseits der "Buschenschank", in dem dieser Wein serviert wird. Am Festtag des Hl. Martin - "Martiniloben" (Martiniganslessen), dem 11. November, wird der Wein der letzten Lese als "Heuriger" zum ersten Mal ausgeschenkt; der vorgehende Jahrgang wird zum Altwein
Heurigenexpreß:
Wiener Straßenbahnlinie 38 nach Grinzing, für die, die es besonders eilig haben, um zu ihrem Heurigen zu kommen.
Hiatabam:
Zeichen, daß ein Weinhüter die reifenden Trauben im Herbst vor Dieben bewacht(e).
Hochfärbig:
Durch Oxydation hochfärbiger Wein (dunkelgoldgelb bis Mahagoni). In der Regel haben diese Weine ihren Höhepunkt der Trinkreife überschritten.
Hochkultur:
Erziehungsform der Rebstöcke, die in Abständen von 3 - 3,5 m x etwa 1 m gepflanzt und mit 120 - 140 cm hohen Stämmen auf Drähten hochgezogen werden. Vorteile: leichte maschinelle Bearbeitung, höhere Erträge; geringere Frostgefährdung.
Ein erster Versuchsweingarten mit Hochkultur wurde von Lenz Moser bereits 1923 angelegt. Seit Ende der fünfziger Jahre setzte sich die Hochkultur in allen Weinbauregionen Österreichs durch, wird aber in letzter Zeit zunehmend durch die Mittelhochkultur abgelöst.
Holz:
Junges Gebinde-Holz (1-3 jähriges gibt Geschmack in den Wein ab (z.B. Vanille).
Hybride:
Direktträger. Nachkommen zweier verschiedener Rebenspezies im Gegensatz zu Kreuzungen zwischen zwei Sorten derselben Spezies. Hybriden sind nach EU-Regeln für die Qualitätsweinproduktion nicht zugelassen.

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