Weinglossar von A-Z
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D
- DAC:
- Mit der Einführung des Herkunftsvermarktungssystems (DAC steht für Districtus Austriae Controllatus) wurde in Österreichs Weinhierarchie erstmals die Herkunft über die Rebsorte gestellt. Das Weinviertel als größtes Weinbaugebiet macht mit dem „Weinviertel dac “ den Anfang: Der Wein ist ein gebietstypischer Grüner Veltliner mit klarem Geschmacksprofil.
Mit 1. September 2006 kam auch der zweite Herkunftswein in Österreich auf den Markt. Unter „Mittelburgenland dac “ wird der regionstypische Blaufränkische aus dem Mittelburgenland in einem zweistufigen System (Mittelburgenland dac, Mittelburgenland Reserve dac) vermarktet.
Mit den Rebsorten Grüner Veltliner und Riesling wurden ab dem Jahrgang 2006 erstmals zwei Sorten einer weiteren Appellation, nämlich "Traisental dac" zugeordnet.
Seit dem Jahrgang 2007 kommen
Grüner Veltliner und Riesling auch unter der Appelation "Kremstal dac" auf den Markt. Erstmalig wurde ein zweistufiges System mit einer Reserve Kategorie bei einer Weißwein-dac eingeführt.
Mit der Einführung von sogenannten „Herkunftsweinen“ in Österreich werden bestimmte Herkunftsangaben mit klar definierten Geschmacksprofilen verbunden. Davon verspricht man sich in Zukunft eine wesentlich klarere Information für die Konsumenten, mit dem Ziel die Kaufentscheidung zu erleichtern. Mittelfristig sollen davon nicht nur Konsumenten, aber auch Händler und Gastronomen im In- und Ausland profitieren, da von Gästen und Kunden Weine mit gebietstypischem Geschmacksprofil wiedererkannt und zugeordnet werden können.
Noch mehr Details zu "DAC" finden Sie in der Doku 2006, Kapitel 2.11 (pdf, 783 kB).
- Dauben:
- Zugeschnittene und gebogene(unter Dampf) Bretter, die beim Fass die Wandung bilden.
- Degorgieren:
- Kommt bei der traditionellen Flaschengärung von Schaumweinen zum Einsatz. Nach Beendigung der zweiten Gärung werden die Flaschen horizontal für unterschiedliche Zeit gelagert. Schließlich muß - aus optischen Gründen - die Hefe wieder aus der Flasche entfernt werden; dazu wird sie erst einmal im Flaschenhals gesammelt. Klassisches Verfahren dafür ist das Rütteln: In speziellen Rüttelpulten werden die Flaschen täglich von der waagrechten Position ein Stückchen mehr auf den Kopf gestellt und dabei gedreht. Um den Rückstand aus dem Flaschenhals zu entfernen, bedient man sich heute üblicherweise der Gefriermethode (Méthode à la glace); dabei wird der Flaschenhals kurz eingefroren, die Flasche geöffnet und dabei der gefrorene Rückstand herausgeschleudert.
- Degustation:
- Verkosten von Weinen.
- Dekanter:
- Behältnisse (zumeist Glaskaraffen), in denen der Wein dekantiert wird, im Unterschied zur Karaffe, worin eine Flüssigkeit aufbewahrt wird.
- Dekantieren:
- Methode, um einerseits den Rotwein vom Bodensatz (Depot) zu trennen, andererseits um den Wein Luft, Sauerstoff zu geben, damit er sich besser entfalten kann. Letzteres auch für kräftige Weißweine im jugendlichen Stadium sehr empfehlenswert.
- Dekantierkorb:
- Ein Behältnis, in dem der zu trinkende Wein liegend aus dem Keller (oder Weinschrank) vorsichtig hineingelegt wird, um den Bodensatz nicht aufzuwirbeln.
- Depot:
- Auch Bodensatz. Selten bei Weißweinen (Weinstein), sondern in Flaschen bei Rotweinen älterer Jahrgänge und spezifischem Ausbau (traditonell und unfiltriert abgefüllt). Depot besteht aus abgestorbenen Mikro-Organismen, die Farbstoff angenommen haben und deshalb sichtbar sind. Im Genuß wirken sie sich negativ aus, da sie sich am Gaumen niederlegen, ähnlich wenn man den Kaffeesud mittrinkt. Der Wein an sich ist in Ordnung; deshalb sollte die Flasche dekantiert werden.
- Diabetikerwein:
- Erlaubte Bezeichnung für Weine mit bis zu 4g/l Restzucker, die meisten trockenen Weine sind also "Diabetikerweine".
- Digestif:
- Alkoholisches Getränk, daß nach dem Essen (meist zum Kaffee) gereicht wird (z.B. klare Brände).
- Dionysos:
- gr. Weingott; s.u. Bacchus.
- Direktträger:
- Widerstandsfähige Ur-Reben, die der Reblaus widerstehen konnten. Aus ihnen wird der "Uhudler" gekeltert, eine Spezialität aus dem Südburgenland.
- Domaine:
- (Domäne) franz. Landgut. Vor allem in Burgund gebräuchlicher Begriff für Weingut.
- Domäne:
- Begriff im deutschen Weinbau.
- Doppel-Magnum:
- Dreiliterflasche.
- Doppler:
- Traditionelle Flaschenform ("Magnum des kleinen Mannes" - "Österreich-Magnum") mit einem Inhalt von 2 Litern.
- Dosage:
- Die letzte einem Schaumwein zugesetzte Beimischung zum Auffüllen der Flasche und Bestimmung für die Süße:
- extra brut oder extra herb: zwischen 0 und 6 g je Liter;
- brut oder herb: niedriger als 15 g je Liter;
- extra trocken oder extra dry: zwischen 12 und 20 g je Liter;
- trocken oder dry: zwischen 17 und 35 g je Liter;
- halbtrocken: zwischen 33 und 50 g je Liter;
- süß: höher als 50 g je Liter.
- Es gibt auch Schaumweine ohne Dosage.
- Dry:
- trocken
- "Drüber":
- wenn der Wein drüber ist, ist er nicht mehr zum genießen, gestorben.
- Dünn:
- Alkohol- und körperarmer Wein.
- Durchgegoren:
- Der im Most enthaltene Zucker ist fast gänzlich in Alkohol umgewandelt
- Durchrieseln:
- Verrieseln; abfallen von Rebenblüten (Gescheinen).
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