Tschechien, Polen und Russland als Zukunftsmärkte
Marktpotential sieht die Österreichische Weinmarketinggesellschaft
(ÖWM) vor allem in jenen Märkten, wo neben einem hohen
Durchschnittseinkommen auch Wein in größeren Mengen
importiert wird. „Dies trifft besonders in Tschechien,
Polen und Russland zu. Bei der Marktbearbeitung muss der Focus
auf die kaufkräftigeren Ballungszentren wie Warschau, Prag
oder Moskau gelegt werden,“ erklärt Michael Thurner, ÖWM-Geschäftsführer,
die Auswahl der zukünftigen Exportschwerpunkte. Der Gesamtimport
dieser Länder lag im Jahr 2000 bereits bei 400 Millionen
Liter Wein. In Ungarn dürften kurzfristige Exporterfolge
durch den hohen Konsumpatriotismus und die aktuell geringen Gesamtweinimporte
schwer zu erreichen sein.
Zur Bearbeitung der Osteuropamärkte hat man in der Weinmarketinggesellschaft
eigens eine Abteilung aufgebaut. „Perfekte Kenntnisse der
Landessprachen sowie Verständnis für die dort üblichen
Geschäftspraktiken sind Grundvoraussetzung, um auf diesen
Märkten aktiv zu werden,“ so Thurner.
Steigerung der Flaschenweinexport auf
das 15fache
Der Alkoholkonsum in den osteuropäischen Ländern ist
geprägt durch einen hohen Bier- und Spirituosenanteil, was
sich nicht nur beim Heimkonsum, sondern auch in der Gastronomie
widerspiegelt. „Langfristig wollen wir auch in der Gastronomie
mit österreichischen Weinen punkten, doch eine noch nicht
entwickelte Weinkultur macht den Markteintritt dort besonders
schwierig. In Zusammenarbeit mit einzelnen Großdistributeuren
wird deshalb der erste Verkauf Österreichischer Weine primär über
die Fach- und Einzelhandelsketten erfolgen“, so Michael
Thurner über die Strategie.
Im Jahr 2002 wurden in die Länder Polen, Russland, Tschechien
und Ungarn in Summe knapp 16 Millionen Liter Wein aus Österreich
exportiert, der Anteil an Falschenweinen betrug davon nur knapp
100.000 Liter. Die ÖWM erwartet sich aus der konsequenten
Marktbearbeitung eine Ausfuhrsteigerung der Qualitätsprodukte. „Wir
wollen den Flaschenweinexport in den nächsten 5 Jahren auf
2 Mio. Flaschen (1,5 Millionen Liter) steigern!“ ist Thurner
vom Potenzial Osteuropas überzeugt. Um dieses Ziel zu erreichen,
will die ÖWM in den nächsten fünf Jahren 1,2 Millionen
Euro an Marketinggeldern in diese Länder investieren.
Presseinformation / November 2003
Ö WM/Susanne Staggl
Tel.: 01/503 92 67
E-Mail: s.staggl@weinausoesterreich.at |

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