Österreichischer Wein bilanziert positiv
(ÖMW, 3. Jänner 2002) - Beim Jahrespressegespräch
der Österreichischen Weinmarketing im Restaurant Maestro zogen ÖWM-Chef
Michael Thurner und Weinbaupräsident Josef Pleil die Bilanz des Geschäftsjahres
2001.
Steigende Wertschöpfung aus dem Export, eine stabile
Nachfrage im Inland, die Bildung der ersten regionalen Weinkomitees sowie
der attraktive Jahrgang 2001 werden positiv verbucht.
Steigende Wertschöpfung aus dem Export, eine stabile Nachfrage im
Inland, die Bildung der ersten regionalen Weinkomitees sowie der attraktive
Jahrgang 2001 werden positiv verbucht.
Mehr Wertschöpfung im Export
Die
Entwicklung der Monate I-IX (Statistik Austria) lässt auf einen Gesamtwert
der Weinexporte 2001 von 43 Mio. Euro (ca. 591 Mio. Schilling) schließen.
Generell wurde bis September etwas weniger Menge exportiert, dafür
zu besseren Preisen. Während die Ausfuhr von Qualitätsweinen
in der Flasche weiter gesteigert werden konnte, gingen die weniger lukrativen
Fassweinexporte in diesem Zeitraum zurück (siehe Grafik).
"Nicht alle Länder bieten dem Österreichischen Wein die
gleichen Möglichkeiten. Deshalb werden wir uns noch mehr auf Hauptexportmärkte
wie Deutschland (2/3 des Gesamtexportes), die Schweiz oder die USA konzentrieren.
In nahe gelegenen Zukunftsmärkten wie Tschechien oder Polen muss
jetzt am Fundament für mittelfristige Erfolge gebaut werden,"
erläutert Geschäftsführer Michael Thurner die ÖWM
Exportaktivitäten .
Konstante Nachfrage im Inland
Im Inland weisen die Fessel GfK Daten für den Heimkonsum (1. HJ
2001) einen stabilen Marktanteil von 80% für österreichischen
Wein aus. Verschiebungen haben nur zwischen den Absatzschienen stattgefunden,
welche sich durch die dynamische Entwicklung des österreichischen
Weinsortiments im Lebensmittelhandel erklären lassen. Aufholbedarf
sieht Thurner nur bei den jüngeren Konsumenten, die "probierfreudiger
sind und auch ab und zu nach Weinen aus dem Ausland greifen, auch wenn
sie meist zu den Qualitäten aus heimischen Rieden zurückkehren".
Weinkomitees nehmen ihre Arbeit auf
Sehr positiv bewertet wurde auch die zügige Bildung der regionalen
Weinkomitees in den österreichischen Weinbaugebieten. Dazu meinte
Josef Pleil, Präsident des österreichischen Weinbauverbandes
und Vorsitzender des Nationalen Weinkomitees: "Die Österreichische
Weinwirtschaft hat dadurch eine Chance bekommen, ihre strategische Position
im Bereich Produktion und Vermarktung entscheidend zu verbessern, die
Rahmenbedingungen für die nächsten Jahre haben sich somit fundamental
verändert." Mittlerweile haben sich sechs regionale Weinkomitees
in Österreich gebildet, heuer sollen weitere folgen. Die Österreichische
Weinmarketing sieht dabei ihre Aufgabe in der Beratung der Komitees bei
Marketingfragen, vor allem bei der Profilierung der Herkünfte.
<<< Zurück zum Archiv-Überblick

|