Wein aus Österreich
- Ernte 1999
Alles was
das Herz begehrt
(ÖWM, November
1999) - Die Ernte 1999 - soviel steht fest - wird den österreichischen
Weinfreunden große Freude bereiten. An der Schwelle zu einem neuen Jahrtausend
wirken Begriffe wie "Jahrhundertwein" etwas abgenützt, aber von einem
großen Jahr wird man allemal sprechen müssen.
Vegetationsverlauf
Der Winter brachte
keine nennenswerten Frostschäden. Die Weingärten blieben auch von Spätfrösten
verschont. Die Blüte dauerte von Mitte bis Ende Juni. Sie brachte einen
sehr guten Traubenansatz ohne große Verrieselungsschäden.
Der warme, regenreiche
Sommer sorgte für eine gute Laubentwicklung. Hagelschäden entstanden allerdings
sowohl in Niederösterreich als auch in der Steiermark auf einer Fläche
von ca. 1000 ha. Auf einen wechselhaften August folgte ein ungewöhnlich
milder, sonnenreicher September, der die Reife vorantrieb und so die Voraussetzungen
für einen sehr guten Jahrgang schuf.
Sonnige
Lesezeit
Die Frühsorten waren
fast im ganzen Weinland bereits Ende September eingebracht. Mit der Hauptlese
wurde traditionsgemäß zugewartet. Optimale Wetterverhältnisse im Oktober
mit milden sonnigen Tagen und kühlen Nächten förderten die Aromabildung
in den Trauben. Die erfreulich lange Vegetationsperiode schaffte extraktreiches
Traubengut. Kräftige, gut strukturierte Weiß- und Rotweine werden erwartet.
Klare, sortentypische Frucht und gebietstypischer Charakter sind ebenfalls
die logische Folge eines rundum gelungenen Weinjahres. Dies gilt auch
für Österreichs berühmte Süßweinregionen wie den Seewinkel und Rust: denn
der Edelpilz Botrytis Cinerea sorgte zum richtigen Zeitpunkt für optimal
konzentriertes Lesegut.
Guter
Ertrag
Das voraussichtliche
Ergebnis der Ernte 99 wird von den im September eingelangten Schätzungen
offiziell mit 2,87 Mio hl beziffert und liegt damit knapp über dem langjährigen
Durchschnitt.
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